Aktuell

Klima-Buch für Ratsmitglieder

Heiko Kleyböcker von der BI Flotwedel e.V. gratuliert zur Wahl und übergibt ein Buch an Frank Böse (Samtgemeinde-Bürgermeister, parteilos), Jörn Schepelmann (CDU), Kerstin Ackermann (SPD), Henning Meyer (SPD) und Jan Tasarek (Bündnis 90/Grüne)

Die BI Flotwedel e.V. gratuliert den Ratsmitgliedern der Samtgemeinde Flotwedel wie auch den Ortsräten von Bröckel, Eicklingen, Langlingen und Wienhausen zur Wahl und überreicht jedem Ratsmitglied das Buch „Zieht euch warm an, es wird heiß“ von Sven Plöger. Das Buch ist in einer Lizenzausgabe bei der Bundeszentrale für politische Bildung erschienen.

Das Buch thematisiert die Klimakrise. Hier wird die komplexe Problematik humorvoll und verständlich, aber auch umfassend auf dem Stand des heutigen Wissens dargestellt. Es dient sowohl dem Einstieg in das Thema Klimawandel und seiner Grundlagen, als auch der Vertiefung von verschiedensten aktuellen Aspekten des Kampfes gegen die Klimakrise. Über dieses Buch hinaus werden bei der Bundeszentrale für politische Bildung auch zahlreiche weitere Titel zu diesem Thema angeboten.

Die jetzt beginnende Wahlperiode muss eine Zeit des aktiven und konsequenten Klimaschutzes werden. Wohlfeile Worte alleine reichen nicht. Die Feststellung des Klimanotstands ohne eine entschiedene Klimapolitik ist nichts wert. Klimaschutzkonzepte ohne eine Wende in der Energie- und Verkehrspolitik, ohne Veränderungen in der Landnutzung und Baupolitik sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben wurden.

Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die BI Flotwedel e.V. ist bereit, eine aktive Rolle dabei zu übernehmen.

Pressemitteilung Quelle: www.wir-haben-es-satt.de

„Wir haben es satt!“-Protest: Bauern-, tier- und umweltfeindliche Agrarpolitik im Wahljahr abwählen!

Agrarwende-Bündnis fordert in Berlin zukunftsfähige Agrarpolitik / „Aktion Fußabdruck“ – 10.000 Menschen stimmen mit den Füßen für Höfe, Tiere und Umwelt ab

Berlin, 16.01.21. Mit ihren Fußabdrücken fordern rund zehntausend Menschen heute in Berlin die Agrarwende. Zum Auftakt des Superwahljahres trägt das „Wir haben es satt!“-Bündnis ein Meer aus Fußabdrücken vor das Kanzler*innenamt. So demonstriert die Agrarwende-Bewegung pandemiekonform für eine Politik, die Höfen, Tieren und der Umwelt eine Zukunft gibt. „Agrarindustrie abwählen – Agrarwende lostreten!“ lautet die Botschaft vor dem Amtssitz von Kanzlerin Merkel. 

Saskia Richartz, „Wir haben es satt!“-Sprecherin, sagt im Namen der 60 Bündnis-Organisationen: „Billiges Essen ist eine Sackgasse, die weder die Landwirtschaft noch die Verbraucher*innen weiterbringt. Julia Klöckner versagt als Agrarministerin und macht eine Politik auf Kosten von Höfen, Tieren und Umwelt. Die CDU gehört nach 15 Jahren miserabler Agrarpolitik abgewählt. Wir fordern: Höfesterben stoppen, Umbau der Tierhaltung fördern, Pestizidausstieg vorantreiben und ein klares Nein zur Gentechnik und zum EU-Mercosur-Abkommen.“ 

Statt für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft auf die Straße zu gehen, beteiligten sich in diesem Jahr rund 10.000 Menschen – kreativ und ausdrucksstark – von zu Hause aus: Sie schickten unzählige Fuß- und Stiefelabdrücke sowie Treckerspuren mit Forderungen nach Berlin. „Insekten retten“, „kleinbäuerliche Strukturen statt Agrarsteppen“, „lieber Gülle am Schuh als CDU“ oder „Bewegungsfreiheit auch für Schweine“ ist im Regierungsviertel zu lesen. Besonders eindrucksvoll: Eine Familie aus Hamburg hat Agrarwende-Botschaften von vier Generationen – von drei bis 93 Jahre – eingesandt.

Schon am Vormittag hatte eine Delegation von Bäuerinnen und Bauern aus Berlin und dem Umland vor der CDU-Zentrale ihrem Ärger über 15 Jahre verfehlte Unions-Agrarpolitik bei einer Protestkundgebung Luft gemacht.

Sandra Finke-Neuendorf, Bäuerin aus Blankenfelde bei Berlin, die im Traktor-Konvoi mitfuhr, sagt: „Dumpingpreise, Klimakrise und Artensterben zwingen uns alle zu Veränderungen. Wir Bäuerinnen und Bauern sind bereit, unseren Beitrag zu leisten. Von Ministerin Klöckner erwarten wir endlich die notwendigen Rahmenbedingungen. Gerechte Erzeugerpreise und ein ernsthafter Systemwechsel in der Agrarpolitik sind unabdingbar.“


Hintergrund:

Konventionell und ökologisch wirtschaftende Bäuer*innen kämpfen im „Wir haben es satt!“-Bündnis im Schulterschluss mit der Gesellschaft gegen die fatalen Auswirkungen der intensiven industriellen Landwirtschaft. Gemeinsam zeigt das Bündnis Wege für eine bäuerliche Landwirtschaft auf, die mit mehr Umwelt-, Tier- und Klimaschutz auch auf breite Zustimmung in der Bevölkerung stößt und den Bauernhöfen wirtschaftliche Perspektiven bietet. www.wir-haben-es-satt.de


Quelle: Nick Jaussi/www.wir-haben-es-satt.de