Bürgerinitiative Flotwedel


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Berichte

Aktuell

Bürgerinitiativen beim Agrarministertreffen in Hannover
Für eine artgerechte Tierhaltung und eine nachhaltige und umweltschonende Landwirtschaft haben Mitglieder der Bürgerinitiativen Wietze, Flotwedel und Lachendorf am 29. März 2017 anlässlich des Treffens der Länderagrarminster in Hannover demonstriert. Mit dabei war auch wieder Frieda Freilauf, die auf die unübersehbaren Probleme der Massentierhaltung hingewiesen hat.

Gemeinsame Pressemitteilung
„Wir haben Agrarindustrie satt!“: 18.000 Bauern und Bürger fordern Wende in der Agrar- und Ernährungspolitik

130 Traktoren aus ganz Deutschland führen Demonstration an / Bündnis fordert in 9-Punkte-Plan tier-, umwelt- und klimagerechten Umbau der Landwirtschaft


Berlin, 21.1.17. Parallel zur Grünen Woche zogen heute bei der „Wir haben es satt!“-Demonstration 18.000 Menschen für Bauernhöfe und den tier- und umweltgerechten Umbau der Landwirtschaft durch das Berliner Regierungsviertel. Angeführt von 130 Traktoren drückten die Demonstranten unter dem Motto „Agrarkonzerne, Finger weg von unserem Essen!“ lautstark ihren Protest gegen die Industrialisierung der Landwirtschaft aus. Bereits am Morgen hatten konventionell und ökologisch wirtschaftende Bauern am Bundeslandwirtschaftsministerium neun Forderungen zur Bundestagswahl überreicht. Der Tenor des 9-Punkte-Plans: Die gravierenden Krisen in der Landwirtschaft erfordern nicht folgenloses Reden, sondern entschlossenes Handeln.

„Wir fordern ein Ende der Subventionen für die Agrarindustrie und den Stopp von Mega-Fusionen im Agrarsektor. Stattdessen brauchen wir Anreize für Bauern, die Tiere besonders artgerecht halten und umweltschonend wirtschaften“, sagt Jochen Fritz, Sprecher des „Wir haben es satt!“-Bündnisses, dem mehr als 100 Organisationen aus Landwirtschaft, Imkerei, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz, Entwicklungsorganisationen und dem Lebensmittelhandwerk angehören. Fritz weiter: „Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt muss endlich dafür sorgen, dass die bäuerlichen Betriebe vom gesellschaftlich gewollten Umbau hin zu einer ökologischeren, tierfreundlicheren Landwirtschaft profitieren. Herr Schmidt darf nicht noch mehr Zeit verlieren und muss Agrarpolitik für Bauern statt Agrarindustrie machen!“ Außerdem fordern die Demonstranten im Wahljahr unter anderem die konsequente Förderung von Bauernhöfen sowie die drastische Reduzierung von Pestiziden und Antibiotika.

Das Bündnis kritisiert, dass aufgrund fehlgeleiteter Agrarpolitik in den vergangenen zehn Jahren mehr als 100.000 Bauernhöfe aufgeben mussten. Außerdem belaste die deutsche Agrarpolitik, insbesondere durch übermäßige Fleischproduktion, die Umwelt und das Klima und zerstöre durch Dumpingexporte kleinbäuerliche Strukturen überall auf der Welt. Gleichzeitig formierten sich immer größere, global agierende Konzerne. In der Fusion der Chemiekonzerne Bayer und Monsanto sieht das Bündnis eine große Bedrohung, da künftig mehr als 60 Prozent des Saatgut- und Agrochemiemarktes von drei Mega-Konzernen beherrscht würden. Die Kartellbehörden müssten verhindern, dass bäuerliche Betriebe und Konsumenten von patentiertem Saatgut abhängig werden. Auf dem Traktor eines Brandenburger Bauers war zu lesen: „Bayer und Monsanto, bleibt uns vom Acker!“

An der Spitze des Demonstrationszuges liefen zahlreiche junge Bäuerinnen und Bauern, die einen Hof gründen wollen. Ihnen fehlt aber vielfach der Zugang zu landwirtschaftlich nutzbarem Boden. Julia Rupp, 26-jährige Bäuerin aus Honhardt in Baden-Württemberg, sagte: „Als junge Generation wollen wir eine Zukunft auf dem Land, uns werden aber zu viele Steine in den Weg gelegt. Wir brauchen dringend ein Agrar-strukturgesetz, das Landkauf- und Pachtrechte bevorzugt an junge Bäuerinnen und Bauern gibt, nicht an Investoren. Wir müssen den Niedergang der bäuerlichen Landwirtschaft und des Lebensmittelhandwerks aufhalten, sonst kommt es zum Strukturbruch. Unsere Lebens- und Ernährungsgrundlage lassen wir uns nicht von Agrarkonzernen wegnehmen!“

Die Demonstration richtet sich gegen die Agrarindustrie, nicht aber gegen konventionelle Landwirte. Seit sieben Jahren praktiziert „Wir haben es satt!“ den Dialog zwischen Zivilgesellschaft, konventionellen und Öko-Bauern sowie Lebensmittelhandwerkern, um gemeinsam Wege für eine bäuerliche Zukunftslandwirtschaft zu finden.

Quelle: www.wir-haben-es-satt.de
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Gemeinsame Pressemitteilung
Bündnis „CETA & TTIP stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“ 17.09. 2016
Klares Signal an SPD-Parteikonvent und EU-Handelsministerkonferenz
+ 70.000 in Berlin + Hamburg 65.000 + Köln 55.000 + Frankfurt am Main 50.000 + Leipzig 15.000 + Stuttgart 40.000 + München 25.000

Mehr als 320.000 Menschen haben am heutigen Samstag bundesweit gegen CETA und TTIP demonstriert. Wenige Tage vor der EU-Handelsministerkonferenz am 23. September in Bratislava trugen die Bürgerinnen und Bürger ihren Widerstand gegen die geplanten Freihandelsabkommen der EU mit Kanada und den USA in sieben deutschen Städten auf die Straße. In Berlin demonstrierten 70.000 Menschen, in Hamburg waren es 65.000. in Köln 55.000, in Frankfurt am Main 50.000, in Leipzig 15.000, in Stuttgart 40.000 und in München 25.000. Die Erwartungen der Organisatoren wurden damit deutlich übertroffen.
„Heute haben 320.000 noch einmal bekräftigt: Die Bundesregierung muss endlich die Notbremse ziehen und das Nein der Bürgerinnen und Bürgerinnen zu CETA und TTIP respektieren", erklärten die Organisatoren. „Beide Abkommen schaffen eine konzernfreundliche Paralleljustiz, beide sind eine Gefahr für die Demokratie, für Sozial- und Umweltstandards und die öffentliche Daseinsvorsorge, beide müssen gestoppt werden. CETA bedeutet TTIP durch die Hintertür. Die Bürgerinnen und Bürger wissen das.“
Das Bündnis fordert, die Verhandlungen zu TTIP offiziell zu beenden und CETA weder zu ratifizieren, noch anzuwenden. Das Abkommen mit Kanada dürfe in keinem Fall vorläufig angewendet werden, bevor die nationalen Parlamente darüber abgestimmt haben.
Der breite Protest ist aus Sicht der Organisatoren auch eine Botschaft an die Delegierten des am Montag nicht-öffentlich tagenden SPD-Parteikonvents, bei dem SPD-Chef Sigmar Gabriel sich sein Ja zu CETA inklusive einer vorläufigen Anwendung des Abkommens absegnen lassen will.
Zu den sieben Demonstrationen aufgerufen hatte ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis von bundesweit mehr als 30 Aktivistennetzwerken, Wohlfahrts- und Sozialverbänden, Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen, Globalisierungskritikern, Jugendverbänden, Gewerkschaften, kirchlichen und entwicklungspolitischen Organisationen sowie Organisationen für Bürgerrechte, Kultur und nachhaltige Landwirtschaft. Dazu kommen hunderte Organisationen auf regionaler Ebene. (Quelle: ttip.demo.de)

Schulterschluss von Bauern und Verbrauchern: Starkes Signal gegen Agrarindustrie
23 000 Menschen demonstrieren in Berlin für bäuerliche Zukunftslandwirtschaft

Trotz eisiger Temperaturen und angeführt von 130 Traktoren – so viele wie nie zuvor – haben heute 23 000 Bauern und Verbraucher gemeinsam in Berlin für eine Agrarwende demonstriert. Unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern“ zogen sie zum Bundeskanzleramt und forderten von der Bundesregierung die Weichen für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft zu stellen. Bauern, Imker, Tier- und Naturschützer, Aktive in der Entwicklungszusammenarbeit, Lebensmittelhandwerker und Köche demonstrierten für Bauernhöfe, die umwelt- und klimafreundlich wirtschaften, damit das Recht auf Nahrung weltweit sichern, starke Strukturen im ländlichen Raum erhalten, artgerechte Tierhaltung verwirklichen, gentechnikfrei arbeiten und deren Grundsatz fairer Handel ist.
„Angesichts der katastrophalen und strukturzerstörenden Erzeugerpreise für Milch und Schweinefleisch ermutigen dieser starke Rückhalt und die Wertschätzung der Gesellschaft, den Kampf für den Erhalt unserer Höfe energisch zu führen“, so Ottmar Ilchmann, Milchbauer aus Ostfriesland. „Die Agrarpolitik in Berlin und Brüssel ist verantwortlich für die Rahmenbedingungen, die zu Überproduktion und Erzeugerpreisen deutlich unter den Produktionskosten führen. Dabei zerstören Agrarexporte zu Dumpingpreisen für den Weltmarkt bäuerliche Strukturen und regionale Märkte für Bauern hier und in der ganzen Welt. Die Bundesregierung muss jetzt umsteuern, damit es sich für Bauern lohnt, gute Lebensmittel für den heimischen Markt zu produzieren.“
Der lange Trecker-Konvoi wurde von der Menge auf dem Potsdamer Platz jubelnd empfangen. „Die Bauern stehen in der Mitte der Gesellschaft“, kommentierte Jochen Fritz, Landwirt und Sprecher der Demonstrations-Bündnisses „Wir haben es satt!“ den gemeinsamen Protest. „Die Menschen wollen, dass Bauern und nicht Konzerne ihr Essen erzeugen, sie wollen gesundes Essen, keine Gentechnik auf dem Acker, im Trog und auf dem Teller, sie wollen, dass Tiere auf der Weide grasen können, Schweine auf Stroh stehen und keine Schwänze oder Schnäbel abgeschnitten werden. Und die Bauern sind bereit dafür! Worauf wartet die Bundesregierung?“, so Fritz weiter.
Auch Sarah Wiener, Köchin aus Berlin, forderte einen Umbau des Ernährungssystems: „Wir wollen den Wandel mit Fairness und Genuss! Gute, köstliche Lebensmittel bekommen wir nur, wenn wir achtsam mit unserer Umwelt, den Pflanzen und Tieren umgehen. Wenn wir verstehen, dass wir mit der Natur arbeiten müssen und nicht gegen sie, werden wir die Wertschätzung für das, was uns ernährt wieder erlangen. Davon profitieren die Bauern, die Böden und die Nutztiere.“
Aufgerufen zur sechsten „Wir haben es satt!“-Demonstration anlässlich der Grünen Woche hatte ein breites gesellschaftliches Bündnis von über 100 Organisationen aus Landwirtschaft, Imkerei, Natur-, Tier- und Verbraucherschutz, Entwicklungsorganisationen und dem Lebensmittelhandwerk. Weitere Informationen unter www.wir-haben-es-satt.de
(Quelle:www.wir-haben-es-satt.de)

BI und Landfrauen Flotwedel im Dialog

Die geplante Filmvorführung am Donnerstag, den 22.10.2015 fiel aus technischen Gründen zwar ins Wasser, trotzdem war die Veranstaltung ein Erfolg. So begannen die etwa 40 Teilnehmer direkt mit der Diskussion, dessen Moderation sich die Veranstalter Bürgerinitiative Flotwedel und die Landfrauen im Flotwedel teilten.

Gleich zu Beginn wurde festgehalten, dass es an diesem Abend weder Gewinner noch Verlierer geben wird. Ziel der Veranstaltung war es, miteinander ins Gespräch zu kommen, miteinander statt übereinander zu sprechen und Vorurteile abzubauen. Durch die außerordentlich rege Beteiligung aller Teilnehmer an der Diskussion, die im Ton immer respektvoll, höflich und sachlich verlief, kamen viele verschiedene Themen zur Sprache, die beiden Gruppen sehr wichtig sind.

Dabei wurden viele Übereinstimmungen sichtbar, z.B. in Bezug auf das Preisdiktat der marktbeherrschenden großen Lebensmittelhändler und der Lebensmittelindustrie, die völlig unzureichende Kennzeichnung von Lebensmitteln für den Endverbraucher, die dringend nötige Aufklärung der Verbraucher in Bezug auf die Erzeugung und die Qualität von Lebensmitteln und deren Wertschätzung, der vernünftige Einsatz von Technik in der Landwirtschaft, das auf beiden Seiten bestehende Interesse am Tierwohl und viele Punkte mehr.

Charmant, gekonnt und sehr interessant berichtete Johannes Erkens vom Bioland-Kudammhof in Adelheidsdorf/Großmoor über seine Erfahrungen, beantwortete Fragen und lieferte damit einen wichtigen Beitrag für die Diskussion.

Der ebenfalls anwesende Landtagsabgeordnete Ernst-Ingolf Angermann (CDU), Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, sowie im Umweltausschuss, beteiligte sich an der Diskussion und machte sich Notizen, für seine politische Arbeit. Jürgen Mente, Vorsitzender des geschäftsführenden Vorstandes und Martin Albers, Geschäftsführer des Kreisverband Celle e.V. Landvolk Niedersachsen, trugen mit Ihren Beiträgen ebenfalls zum fachlich-sachlichen Verlauf der Diskussion bei.

Am Ende waren sich alle Teilnehmer einig, dass es mit dem Film nicht zu einer derartig ausführlichen Diskussion von ca. 3 Stunden Dauer gekommen wäre. In Ihren Abschlussworten betonten Vertreter der Veranstalter, ganz im Sinne der Teilnehmer, dass die BI Flotwedel und das Landvolk weiterhin im Gespräch bleiben wollen und dass die Möglichkeit für Folgeveranstaltungen besteht.
(Bericht BI)

250 000 protestieren in Berlin gegen TTIP und Ceta!
In der Berliner Innenstadt ging am 10.10.2015 fast nichts mehr. Statt der erwarteten 50.000 kamen bis zu 250.000 Menschen (Schätzung der Veranstalter) zum Hauptbahnhof, um gegen TTIP und CETA zu demonstrieren. In mehreren Sonderzügen und etwa 700 Bussen waren die Teilnehmer aus ganz Deutschland angereist. Der Demonstrationszug vorbei am Kanzleramt und Reichstagsgebäude zur Kundgebung an der Siegessäule hatte sein Ziel schon erreicht, als immer noch Zehntausende auf den Abmarsch am Bahnhof warteten. Der Protest wurde getragen von Umweltverbänden, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen und Parteien und richtete sich gegen die Intransparenz der Verhandlungen und den zu erwartenden Abbau von Sozial- und Umweltstandards. Die zuvor von den TTIP-Befürwortern und Lobbyverbänden gestartete Medienkampagne konnte dieses breite gesellschaftliche Bündnis offenbar nicht schwächen. So gab es an diesem Tag für die Hauptstadt eine der größten Demonstrationen ihrer jüngsten Geschichte und für die TTIP-Befürworter eine schallende Ohrfeige.

Gemeinsame Pressemitteilung
50 000 Menschen fordern den Stopp von Tierfabriken, Gentechnik und TTIP
Bauern und Verbraucher gehen vereint für eine Agrarwende auf die Straße

Berlin, 17.01.2015 | Am heutigen Samstag gingen in Berlin zum fünften Mal Bäuerinnen und Bauern, Imkerinnen und Imker zusammen mit Verbraucherinnen und Verbrauchern für eine grundlegend andere Agrarpolitik auf die Straße. Das Bündnis fordert von der Bundesregierung eine klare Absage an das EU-USA-Handelsabkommen TTIP, einen wirksamen gesetzlichen Schutz der Land- und Lebensmittelwirtschaft vor der Gentechnik sowie den sofortigen Stopp des weiteren Ausbaus von Mega-Ställen. Ein Traktorenkonvoi mit über 90 Traktoren führte den Zug von 50 000 DemonstrantInnen an.

Das „Wir haben es satt!“-Bündnis hat in den letzten Jahren viel erreicht: TTIP ist in aller Munde und 97% der Europäer lehnen mehr Macht für Konzerne ab. Bürgerinitiativen haben mit Hilfe des neuen Baugesetzes mehr als 100 Mega-Ställe verhindert. Gentechnik hat durch das Engagement einer breiten Bewegung auf unseren Äckern keinen Fuß gefasst. Doch dies sind nur die Anfänge einer dringend notwendigen Agrarwende für eine Zukunft der Landwirtschaft in bäuerlicher Hand mit Rückhalt in der Gesellschaft.

„Das EU-USA-Handelsabkommen (TTIP) dient einseitig global agierenden Konzernen und wird vielen bäuerlichen Betrieben hier und weltweit die Existenzgrundlage entziehen. Gleichzeitig drohen die Verbraucherstandards gesenkt zu werden“, sagt Jochen Fritz, Sprecher des „Wir haben es satt!“-Bündnisses. „Das heißt mehr Gentechnik im Trog und Hormonfleisch durch die Hintertür. Deswegen fordern wir von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel TTIP zu stoppen!“

Auch die Agrarpolitik der Bundesregierung wird von den Veranstaltern scharf kritisiert: Sie habe dazu beigetragen, dass beispielsweise seit dem Jahr 2000 mehr als Dreiviertel der SchweinehalterInnen aufgegeben haben, während Fleischkonzerne zunehmend die Tierhaltung übernähmen. Trotz eines Selbstversorgungsgrades mit Fleisch von 120 % würden weiter Mega-Ställe in Deutschland genehmigt.

„Die Strategie, die Produktion immer weiter auszudehnen, was zu Dumping-Exporten auf dem Weltmarkt führt, ist gescheitert. Die Landwirtschaft in Deutschland braucht eine Zukunft jenseits von Tierfabriken und Mega-Schlachthöfen“, so Fritz weiter. „Wenn die Bundesregierung jetzt nicht handelt, zementiert sich eine agrarindustrielle Struktur, die nicht mehr veränderbar ist. Die Zukunft liegt in der Ernährungssouveränität auf Basis regionaler Märkte.“ (Quelle: www.Wir-haben-es--satt.de)

Ortsbegehung des Bockelskämper Weges
Die Bürgerinitiative Flotwedel für einen respektvollen Umgang mit Nutztieren
Trifft sich am Samstag, den 08.11. um 15:00 Uhr zu einer Ortsbegehung des Bockelskämper Weges.
Mit der Begehung dieses Weges (ca. 3 km) wollen wir dessen aktuellen Zustand feststellen und beschreiben.
Über den von uns gemeinsam ermittelten Ist-Zustand werden wir den Gemeinderat sowie die Gemeindeverwaltung der Klostergemeinde Wienhausen informieren.
Gleichzeitig möchten wir die Verwaltung unterstützen, die Fragen vieler Bürgerinnen und Bürger zum Erschließungsvertrag zwischen der Klostergemeinde Wienhausen und dem Bauherrn der Hühnermastanlage zwischen Bockelskamp und Eicklingen fundiert zu beantworten.
Alle Menschen, die sich mit uns für dieses Thema interessieren, sind herzlich eingeladen.
Treffpunkt: Eicklingen, Bockelskämper Weg (Richtung Wienhausen, am Ortsschild)
Dauer des Ortstermins: ca. 1,5 Stunden
Wetterfeste Kleidung wird empfohlen
Informationen gibt es unter:
Telefon 0162-7354907
E-Mail: info@bi-flotwedel.de
Internet: http://www.bi-flotwedel.de

http://www.aerzte-gegen-massentierhaltung.de/

Sie finden dort u.a.
- aktuelle Berichte, z.Zt. insbesondere über das Medienecho auf unsere Vorstellung auf der Landespressekonferenz
- die Möglichkeit, unser Positionspapier einfach und schnell online unterzeichnen zu können
- viele Dokumente mit einschlägigen Informationen zu unserem Thema zum Download
- Links zu weiteren Informationsquellen und Initiativen
- nicht zuletzt die Möglichkeit, uns über ein Kontaktformular anonym bzw. im Gästebuch für jeden einsehbar
Ihre Meinung zu sagen.


Mahnwache in Wietze
Seit mehr als 4 Jahren gibt es nun die Mahnwache in Wietze vor dem Schlachthof. Bei Regen oder Schnee, Hitze oder Kälte macht die Bürgerinitiative Wietze jede Woche vor dem Schlachthof auf die Fehlentwicklung unserer Lebensmittelerzeugung aufmerksam. Wir bedanken uns dafür ganz herzlich bei der BI Wietze.

Pressemitteilung
30 000 Menschen fordern: Stoppt Agrarindustrie!
Die wachsende "Wir haben es satt!"-Bewegung demonstriert für eine bäuerliche und ökologischere Landwirtschaft und gutes Essen
Berlin, 18. Januar 2014 | Angeführt von hunderten Bäuerinnen und Bauern und 70 Traktoren zogen heute 30 000 Menschen vor das Kanzleramt in Berlin. Die DemonstrantInnen forderten von Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Gabriel einen Kurswechsel in der Agrarpolitik. Statt weiterhin "Klientelpolitik für die Agrarindustrie" zu betreiben, solle sich die Bundesregierung für eine soziale, tiergerechte und ökologische Agrarwende einsetzen.
"Die Große Koalition fährt die Agrarpolitik an die Wand! Wer Megaställe genehmigt und subventioniert, wer auf Export und Freihandel setzt und dann auch noch darüber nachdenkt, Gentech-Pflanzen auf Europas Äckern zuzulassen, der lässt die Bäuerinnen und Bauern im Stich und handelt gegen die Interessen von VerbraucherInnen, Tieren und Umwelt", sagt Jochen Fritz vom "Wir haben es satt!"-Bündnis. "Wir erwarten von der neuen Bundesregierung eine Landwirtschaftspolitik, die das Arten- und Höfesterben stoppt und den Hunger in der Welt bekämpft."
Die Veranstalter kritisierten besonders das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP). "Hinter verschlossenen Türen verhandelt die EU-Kommission über ein Freihandelsabkommen, das Bauern und Verbrauchern gleichermaßen schadet. Die große Mehrheit der Menschen will keine Chlorhühnchen, kein Hormonfleisch und keine Gentechnik durch die Hintertüre", sagte Fritz. Genau das drohe aber, wenn das geplante Freihandelsabkommen abgeschlossen wird.
Aufgerufen zu der Demonstration hatte das "Wir haben es satt!"-Bündnis aus über 100 Organisationen, darunter Bäuerinnen und Bauern, ImkerInnen, Natur-, Tier- und VerbraucherschützerInnen, Entwicklungsorganisationen und Erwerbsloseninitiativen.
Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung www.wir-haben-es-satt.de

„Wenn Fleisch Hunger macht“, unter diesem Motto sind zurzeit auf Einladung des VEN (Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V) internationale Landwirtschaftsexperten zu Gast in Niedersachsen. Auf ihrer Begegnungsreise interessierten sie sich auch für die Arbeit der Bürgerinitiativen Wietze und Flotwedel. Nach einem Informationsbesuch in Wietze fuhren die Gäste zum Hof Drei Eichen in Bröckel, wo sie vor mehr als 30 Teilnehmern über die Situation in ihren jeweiligen Heimatländern sowie über die dortigen Auswirkungen der Massentierhaltung in Deutschland und Europa berichteten: Für Dr. King David Amoah aus Ghana waren die in Niedersachsen boomenden Massentierhaltungsanlagen – vor allem die Hühnermast – von besonderem Interesse, leidet doch sein Land durch die Geflügelfleischexporte nach Westafrika , die innerhalb von einem Jahr um 120 Prozent gestiegen sind. „In Ghana überschwemmt billiges Fleisch aus der EU den heimischen Markt. Unsere Geflügelproduktion ist komplett zusammengebrochen“, so Dr. King David Amoah, der in Ghana das Netzwerk für nachhaltige Landwirtschaft und ländliche Entwicklung ECSRAD leitet. „Mit Dumpingpreisen von etwa 80 Cent pro Kilo können die afrikanischen Kleinbauern in Ländern wie Ghana, oder Kongo nicht konkurrieren. Ob Züchter, Zulieferer oder Marktarbeiter- alle haben ihre Jobs verloren.“ Die Ursache sieht er in unserer industriellen Fleischproduktion, die die bäuerlichen Betriebe sowohl in Deutschland als auch in Ghana gefährde oder zerstöre. Er fordert für Ghana eine eigene Ernährungsversorgung, die durch die Subventionspolitik der Weltbank, der Welthandelsorganisation, sowie der EU zurzeit massiv verhindert werde. Die Brasilianerin Daniele Schmidt Peter arbeitet in der Beratungsstelle für brasilianische Kleinbauern (CAPA). Sie konnte von den innovativen Ansätzen in Brasilien berichten, um eine nachhaltige Landwirtschaft zu stärken. „Das brasilianische Schulessenprogramm verpflichtet die Gemeinden mindestens 30 Prozent des Schulessens, das in Brasilien kostenlos an alle öffentlichen Bildungseinrichtungen ausgegeben wird, regional von Kleinbauern zu beziehen. Das sichert die Existenzgrundlage der Bauern.“ Die Kinder würden nicht nur mit gesundem, frischem Essen versorgt, sondern sie gleichzeitig über eine gesunde, saisonale Ernährung unterrichtet. Die Mitglieder der Bürgerinitiativen stellten sich vor, was für eine Debatte in Deutschland ausbrechen würde, wenn diese Forderung hier erhoben würde. “Es war schon etwas beschämend, dass uns ein so genanntes „Schwellenland“ zeigt, wie mehrere Anliegen sinnvoll verknüpft werden können: Marktchancen für Landwirte eröffnen, kostenloses, gesundes Schulessen anbieten und den Kindern eine Ausbildung über eine gesunde Ernährung vermitteln”, so die Initiativen. Beide Gäste ermutigten die Mitglieder der Bürgerinitiativen ihre Bemühungen hier vor Ort fortzusetzen, da sie damit die Arbeit der von ihnen vertretenen Organisationen in beiden Ländern unterstützen würden.
Quelle: Celle heute vom 6.11.2013

PRESSEMITTEILUNG

7000 Menschen fordern Abkehr von Agrarindustrie

Europas größter Geflügelschlachthof in Wietze/Celle mit Menschenkette umzingelt / DemonstrantInnen fordern drei Wochen vor Bundestagswahl grundlegende Agrarwende von den Parteien

Wietze/Celle, 31.08.2013 | 7000 Menschen haben am Samstag Europas größten Geflügelschlachthof im niedersächsischen Wietze mit einer Menschenkette umzingelt. Die DemonstrantInnen forderten drei Wochen vor der Bundestagswahl unter dem Motto „Wir haben Agrarindustrie satt!“ eine grundlegende Agrarwende. Der Megaschlachthof in Wietze sei ein Symbol für die „verfehlte Agrarpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung“, erklärten die VeranstalterInnen. Zu der Großdemonstration hatte ein breites Bündnis aus Bauern-, Umwelt-, Entwicklungs- und Tierschutzverbänden aufgerufen.
Christoph Bautz vom Kampagnennetzwerk Campact sagte: „Wir Bürger haben die Agrarindustrie satt. Wir wollen Essen auf unserem Teller, dem wir vertrauen können, und kein Fleisch von Tieren, die mit Antibiotika vollgepumpt, mit Gensoja gefüttert und in Megaställen zusammengepfercht werden. Eine neue Bundesregierung muss die Agrarwende einleiten – für eine ökologischere und bäuerliche Landwirtschaft!“
Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, forderte auf der Abschlusskundgebung eine neue Agrarpolitik für Deutschland. „Immer mehr Tiere in immer größeren Ställen – das ist ein Irrweg. Neue Megaställe bedeuten millionenfaches Tierleid und als Folge eine zerstörte Umwelt mit nitratbelasteten, sinkenden Grundwasserpegeln. Die Behebung der Umweltschäden wird dann auf die Allgemeinheit umgelegt, die zahlt nicht der Verursacher. Auch deshalb ist Fleisch viel zu billig. Diese Intensivhaltung ist zudem nur mit Antibiotikaeinsatz machbar, die Antibiotikafrage ist eben auch eine Systemfrage. Wir brauchen höhere, gesetzlich vorgeschriebene Standards und wir brauchen eine neue Förderpolitik“, sagte Schröder.
Johanna Böse-Hartje, Biobäuerin vom Bund der Milchbauern (BDM) und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sagte: „Die Chance für eine Agrarwende war noch nie so groß wie derzeit. Gleich nach der Bundestagswahl wird über die Umsetzung der EU-Agrarreform in nationales Recht entschieden. Statt Tierfabriken noch stärker zu subventionieren, wie Frau Aigner das will, müssen bäuerliche Betriebe stärker gefördert werden. Lasst uns am 22. September die Agrarindustrie abwählen.“
Uschi Helmers von der Bürgerinitiative Wietze sagte: „Jeden Tag sollen hier in diesem Schlachthof 430.000 Hühner geschlachtet werden. Das ist viel zu viel. Um den Schlachthof auszulasten müssten über 200 neue Megaställe gebaut werden. Doch überall im Land wächst der Widerstand. Die Menschen wollen Bauernhöfe und keine Agrarfabriken.“
Quelle: Kampagne Meine Landwirtschaft c/o Forum Umwelt & Entwicklung Marienstrasse 19-20 D -10117 Berlin

Aufruf zum bundesweiten Aktionstag
"Wir haben Agrarindustrie satt!"

Kundgebung, Demonstration, Schlachthofumzingelung, Konzert und Sommercamp am 31. August 2013 an Europas größtem Geflügelschlachthof in Wietze/Niedersachsen.
Das vorläufige Programm der einzelnen Tage:

Donnerstag, 29.8.2013
ab 17 Uhr Anreise, abends Podiumsdiskussion
Freitag, 30.8.2013
tagsüber: Zukunftswerkstätten und Workshops
abends: Supp'n Talk - Kochen, Essen, Tanzen und Vernetzen mit DJ Spoutnik

Samstag, 31.8.2013
13 Uhr: Demonstration zum Schlachthof
15 Uhr: Menschenkette und Umzingelung des Schlachthofs
17 Uhr: Konzert mit Ratatöska und Dreimalich
ab 22 Uhr: DJ Acid Maria

Sonntag, 1.9.2013
vormittags: offene Workshops und Gottesdienst
ab 13:30 Uhr: Abreise


Fleischkonsum in Deutschland als globales Problem“: Kirche veranstaltet Podiumsdiskussion - Der Kirchenkreis Celle lädt Vertreter aus der Landwirtschaft, von Brot für die Welt sowie Politiker zum Gespräch am 7. Juni in das Urbanus-Rhegius-Haus nach Celle.

Wenn in den bundesdeutschen Medien von Auswüchsen in der industriellen Fleischproduktion die Rede ist, wird in der Regel zuerst die Geflügelschlachtfabrik in Wietze im Landkreis Celle genannt. Das ist fast so sicher wie das Amen in der Kirche. Dass die Evangelische Kirche auch in der Region die ethischen Dimensionen dieser Entwicklung hin zu immer größeren Produktionseinheiten nicht übersehen kann, liegt auf der Hand. Der Celler Kirchenkreis nimmt am Freitag, dem 7. Juni um 19.00 Uhr im Urbanus-Rhegius-Haus den seit Jahren bestehenden Gesprächsfaden mit Landwirten, Politikern und Wissenschaftlern wieder auf. Diesmal lautet der Titel des Gesprächs: „Fleischkonsum in Deutschland als globales Problem.“

Dass die christlichen Kirchen über ihren eigenen Kirchturm hinaus denken und handeln müssen – diese Einsicht reicht zurück bis zu ihren Ursprüngen. Schon Jahrhunderte bevor das globale Denken im Bereich der Wirtschaft auf der politischen Tagesordnung gelandet ist, haben die christlichen Kirchen angefangen, über die nationalen Grenzen hinaus zu denken. Allerdings: Die Kirchen haben nur zu oft die praktischen Taten und ihre globale Verantwortung vermissen lassen.

Wie wichtig aber ein entgrenztes und damit weltumspannendes soziales Denken ist, wird deutlich, wenn man die Folgen des Fleischkonsums unter die Lupe nimmt. Dieser Aufgabe stellt sich Celles Diakoniepastor Jochen Grön. Ihn freut besonders, erstmalig einen Vertreter der CDU, den Landwirt und Landtagsabgeordneten Ernst-Ingolf Angermann, in einer Gesprächsrunde zu diesem Thema begrüßen zu können. Neben dem Landespolitiker sind auch Kreislandwirt Jürgen Mente, Eckehard Niemann von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Stig Tanzmann als Vertreter von Brot für die Welt dabei.

Die Podiumsdiskussion steht in einem Zusammenhang mit der Ausstellung „Fleisch in Maßen – Fleisch in Massen“ vom 11. Juni bis 27. Juni im Neuen Rathaus in Celle. Die Stadt Celle hat dankenswerterweise ihre Räumlichkeiten für die von Brot-für-die-Welt konzipierten Ausstellung zur Verfügung gestellt. Die Ausstellung kann in den Öffnungszeiten des Rathauses gesehen werden: Montag und Dienstag, 8-16 Uhr, Mittwoch, 8-13 Uhr, Donnerstag, 8-17 Uhr und Freitag, 8-13 Uhr.
(Quelle: Pressemitteilung des Kirchenkreises Celle)

PM 13-01-19 Gemeinsame Pressemitteilung der Veranstalter vom 19. Januar 2013
Großdemonstration in Berlin fordert Abkehr von Agrarindustrie
25 000 Demonstranten erwarten von Kanzlerin Merkel ökologische und soziale Reformen in der Landwirtschaft


Berlin, 19.01.13 | Zu Beginn der weltweit größten Landwirtschaftsmesse, der „Internationalen Grünen Woche“ in Berlin, haben 25 000 Menschen in der Hauptstadt mit einer Großdemonstration grundsätzliche Reformen in der Agrarpolitik gefordert. Unter dem Motto „Wir haben es satt! Gutes Essen. Gute Landwirtschaft. Jetzt!“ zogen bereits im dritten Jahr in Folge die Teilnehmer mit Transparenten und in teils phantasievollen Kostümen vom Berliner Hauptbahnhof durch das Regierungsviertel zum Bundeskanzleramt. 70 Traktoren und Imkerfahrzeuge aus dem ganzen Bundesgebiet begleiteten den Protest. Bauern, Verbraucher und Imker demonstrierten gemeinsam dafür, nicht die Interessen der Industrie in den Mittelpunkt der Politik zu stellen sondern die Interessen von Verbrauchern und Landwirten, der Tiere sowie des Natur- und Umweltschutzes. Mit Sprechchören wie „Wer Bauern, Tiere, Bienen quält, der wird nicht gewählt!“ bekundeten sie ihre Ablehnung der gegenwärtigen Tendenz zu einer immer stärkeren Industrialisierung der Landwirtschaft. Auf ihren Transparenten kritisierten die Demonstranten unter anderem Tierfabriken, Umweltschäden durch den Einsatz giftiger Pestizide, zunehmenden Preisdruck auf die Erzeuger und die negativen Auswirkungen auf die kleinbäuerlichen Strukturen in den Ländern des Südens.

„Trotz bisher durchgeführter Milchstreiks, dem Bäuerinnen-Camp vorm Kanzleramt und mehrerer Demonstrationen in Brüssel hat sich an der Situation der Milchbauern nichts verbessert“, sagte Johanna Böse-Hartje vom Bundesverband der Deutschen Milchviehhalter. „Die Politik geht den Weg der Liberalisierung, den Weg der Vernichtung bäuerlicher Betriebe weltweit. Das breite Bündnis mit dem wir hier heute stehen, ist der Beweis, dass unsere Forderungen nach Marktregeln und einer Umgestaltung der Agrarpolitik in der Gesellschaft angekommen sind. Nur wenn Bauern und Bürger zusammen für eine Reform der Agrarpolitik stehen, können wir unsere Bauernhöfe erhalten und erreichen, dass wir endlich unter fairen Bedingungen gesunde Lebensmittel erzeugen können."

Uschi Helmers von der Bürgerinitiative gegen einen riesigen Geflügelschlachthof im niedersächsischen Wietze, die mit über 200 Bürgerinitiativen zum Bündnis „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“ gehört, forderte: „Es darf den Politikern nicht egal sein, wenn ausländische Arbeiter für drei Euro fünfzig Cent Stundenlohn in deutschen Schlachthöfen ausgebeutet werden oder dass für unser Tierfutter der Regenwald in Südamerika abgeholzt wird. Riesenschlachthöfe wie der in Wietze geplante sind tier- und menschenfeindlich und außerdem völlig überflüssig.“ Mit Blick auf die Landtagswahlen am Sonntag in Niedersachsen forderte Helmers „eine Agrarpolitik zum Wohle der Tiere, der Menschen und der Umwelt“.

Die kirchlichen Hilfswerke Brot für die Welt und Misereor lenkten den Blick auf die Auswirkungen der EU-Agrarpolitik auf Entwicklungs- und Schwellenländer. „Die heutige Agrarpolitik Europas bedroht die Existenz vieler Bauernfamilien in den armen Ländern. Die Steigerung unserer landwirtschaftlichen Produktion und der Agrarexporte lindert den Hunger nicht, das Gegenteil ist der Fall“, erklärte Klaus Seitz, Leiter der Politikabteilung von Brot für die Welt-Evangelischer Entwicklungsdienst.

Hubert Weiger, der Vorsitzende des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), kritisierte in seiner Rede vor dem Kanzleramt am Schluss der Großdemonstration: „Hoffentlich hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Rundgang auf der Grünen Woche nicht von den potemkinschen Dörfern der Agrarindustrie blenden lassen. Hinter dem schönen Schein der Messestände verbergen sich millionenfaches Tierleid, ein exorbitanter Antibiotikaeinsatz bei Masttieren und enorme Belastungen der Umwelt durch die Massentierhaltung. In der Agrarpolitik Deutschlands und der Europäischen Union sind neue Weichenstellungen überfällig. Die Bundesregierung mit Kanzlerin Merkel und Agrarministerin Aigner muss endlich dafür sorgen, dass bäuerliche Betriebe anstatt vor allem Tierfabriken gefördert werden.“ Eine solche Politik nütze nicht nur dem Tierschutz und den Landwirten, sie schaffe auch die Voraussetzungen für mehr Umwelt- und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen und in Kürze Demonstrations-Bilder im Internet unter: www.wir-haben-es-satt.de


Für eine faire Agrarpolitik - Weit über 2000 Menschen waren in Hannover auf der Straße

Ein klares Signal an die Politik haben die Teilnehmer der Demonstration "Wir haben es satt" am 10.11.2012 in Hannover gegeben. Im Vorfeld der Landtagswahl in Niedersachsen gingen die Menschen für ein Neuausrichtung der Agrarpolitik, nachhaltige und umweltschonende Erzeugung von Lebensmitteln durch bäuerliche Landwirtschaft und den Tierschutz auf die Straße. Etwa 50 Initiativen von Landwirtschafts-, Tierschutz-, und Umweltverbänden, darunter auch die Bürgerinitiativen aus Wietze, Lachendorf und Flotwedel, hatten zur Demonstration aufgerufen. Damit ist ein gelungener Auftakt für die bundesweite Demonstration am 19. Januar in Berlin unter dem gleichen Motto gegeben.

Den aktuellen Rundbrief finden Sie hier

Pressemitteilung BI-Wietze 05.09.2012

Die Bi-Wietze feierte am 3.09.12 die 100. Mahnwache, Bundesvorstand von Bündnis 90 / Die Grünen gratulierte!

Nachdem die verantwortlichen Politiker und Behörden für die Ansiedlung des Schlachthofes den Weg frei gemacht hatten und das von jungen Leuten ein viertel Jahr besetzte Feld geräumt war, entschied sich die Bürgerinitiative Wietze montags weiterhin ihren Widerstand mit einer Mahnwache direkt am grössten Geflügelschlachthof Europas zu dokumentieren.
Am vergangenen Montag feierte die BI-Wietze die 100. Mahnwache.

Sie machte klar, dass die Folge dieser Ansiedlung Massentierhaltung unterstützt: Diese ist klimafeindlich, belastet Böden, Grundwasser und die Luft, gefährdet die Gesundheit und erfordert einen erbärmlichen Umgang mit den Tieren. Sie führt zu einer weiteren Industrialisierung der Landwirtschaft und hat weltweite Folgen .
Die Bürgerinitiative Wietze ist inzwischen in der Gesellschaft angekommen, hat Menschen bewegt über ihre Lebensweise nachzudenken, politische Entscheidungen zu hinterfragen und aufgezeigt, was Nachhaltigkeit bedeutet!
Dass dies gelungen ist, beweist auch der prominente Besuch an diesem Tag. Der Bundesvorstand von BÜNDNIS 90 / Die GRÜNEN mit Claudia Roth, Cem Özdemir und Steffi Lemke zeigte sich vom Widerstand vor Ort beeindruckt und stellte sich an die Seite der BI-Wietze im Kampf gegen die besonders im Agrarland Niedersachsen politisch gewollte und geförderte Massentierhaltung.
Die Bürgerinitiative Wietze macht weiter auf ihrem Weg auch für gesunde Lebensmittel und eine gesunde Umwelt.

Gabriele Ruschmeier
BI-Wietze e.V.

An den
Landrat des Landkreises Celle und den
Samtgemeindebürgermeister der Samtgemeinde Flotwedel


nachrichtlich an die Fraktionsvorsitzenden im Kreistag und im Samtgemeinderat
Flotwedel, 12. Juli 2012

Kennzeichnung von Gefahrenzonen

Anrede,
mit großer Sorge beobachten wir die fortschreitende Industrialisierung der Landwirtschaft und die damit verbundenen immer deutlicher zu Tage tretenden gesundheitlichen Risiken. Auch wenn die heutigen Genehmigungen diese Risiken noch nicht berücksichtigen, so sind diese doch unstrittig vorhanden. Die Mitglieder der Bürgerinitiative Flotwedel appellieren daher an die verantwortlichen Behörden, Gefahrenzonen um Massentierhaltungsanlagen auszuweisen, so dass Passanten sich eigenverantwortlich schützen können.
Wir beantragen daher, bei Ställen für Schweine und Federvieh, die ohne Abluftfilter betrieben werden und deren Besatzgrößen die gemäß § 3c UVPG i.V.m. Anlage 1 vorgesehenen Grenzen für eine standortbezogene Vorprüfung überschreiten (insbesondere mehr als 30.000 Masthähnchen, mehr als 560 Sauen, mehr als 1.500 Mastschweine) in einem Umkreis von 500 m um Ställe für Geflügel bzw. von 350 m um Ställe für Schweine Warnschilder aufzustellen.
Diese sollen mit dem Symbol für Biogefährdung [1] auf die Gesundheitsrisiken hinweisen, die aus Immission und Kontamination mit fakultativen Krankheitserregern in diesen Bereichen resultieren.
Begründung:
Mehrere voneinander unabhängige, wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass vorgenannte Bereiche in erheblichem Maße über die Abluft mit Bakterien aus den Ställen kontaminiert werden.
Hierbei wurden sowohl die prinzipielle Verfrachtung von Keimen in diese Bereiche [2,3] wie auch unmittelbar hoch resistente fakultative Krankheitserreger in Luft und Boden dieser Bereiche [4] nachgewiesen.
Diese Keimbelastungen sind auch verwaltungsgerichtlich anerkannt [5].
Die nachgewiesenen Keime sind in der Lage, teilweise lebensbedrohliche Erkrankungen hervorzurufen. [6]
Nach den TRBA 466 [7] werden derartige Keime in die Risikogruppe 2 eingeordnet. Für diese Risikogruppe wird nach der Biostoffverordnung die Anbringung von Biogefahrenzeichen empfohlen [8].
Zwar bezweckt die BioStoffV den Schutz von Beschäftigten, u.a. beim Aufenthalt im Gefahrenbereich von biologischen Arbeitsstoffen, gleichwohl sollte dieser Schutz unbeteiligten Passanten in vorgenannten Gefahrenbereichen nicht vorenthalten werden. Insbesondere ist speziell gefährdeten Menschen mit Vorerkrankungen [9] (Atemwegerkrankungen, geschwächtem Immunsystem etc.) im Sinne von Gefahrenabwehr und Vorsorgegrundsatz (BImSchG) [10] die Möglichkeit zu geben, diese Gefahrenbereiche an Hand des Warnschildes zu erkennen und zu meiden. Gleiches gilt für jene, die sich häufig in diesen Bereichen aufhalten oder arbeiten wie Landwirte oder Jäger.
Wir bitten um Bestätigung des Eingangs dieses Antrages und um eine Bescheidung an die u.a. Email-Adresse.
Mit freundlichen Grüßen
Bürgerinitiative Flotwedel

[1] vgl. Anhang I der Biostoffverordnung, Warnzeichen D-W016 nach DIN 4844-2
[2] D. Heller, B. Köllner, Bioaerosole im Umfeld von Tierhaltungsanlagen - Untersuchungsergebnisse aus Nordrhein-Westfalen, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz, NRW, 2006
[3] J. Schulz, j. Seedorf, L. Formosa, J. Hartung, A. Schütz, R. Baumert, M. Slaby, M. Sember, K. Pavanetto-Born, Gesundheitliche Bewertung von Bioaerosolen aus Anlagen in der Intensivtierhaltung, Teilprojekt A, Erfassung und Modellierung der Bioaerosol-belastung im Umfeld von Geflügelställen, Stiftung tierärztliche Hochschule Hannover, 2005
[4] A. Friese, J. Schulz, J. Hartung, U. Rösler, Aerogene MRSA in Nutztierställen und deren Umgebung, C. von Salviati, H. Laube, B. Guerra-Román, A. Käsbohrer, L. Kreienbrock, A. Friese, U. Rösler, Langzeituntersuchungen zur Prävalenz von Fluorchinolon-resistenten Enterobakterien in Schweinemast-und Broilerhaltungen sowie deren Umgebung, Verbraucherschutz in DART - Forschungsergebnisse und -perspektiven zu Antibiotikaresistenzen, 2012
[5] OVG Lüneburg, 12. Senat, Beschluss vom 09.08.2011, 12 LA 55/10
[6] RKI, Epidemiologisches Bulletin Nr. 26 vom 4.7.2011
[7] Technische Regeln für Biologische Arbeitsstoffe, TRBA 466, Einstufung von Bakterien in Risikogruppen , 2004
[8] Anlage III der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen (Biostoffverordnung-BioStoffV), 1999
[9] VDI 4250, Technische Regel, Bioaerosole und biologische Agenzien - Umweltmedizinische Bewertung von Bioaerosol-Immissionen - Wirkungen mikrobieller Luftverunreinigungen auf den Menschen, Entwurf 2011-11
[10] Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge (Bundes-Immissionsschutzgesetz - BImSchG), § 5 Abs. 1 Nr. 2

Pressmitteilung 23..05.2012
Erörterungstermin wurde durch Eklat unterbrochen

Der Erörterungstermin am 23.05.2012 beim Landkreis Celle zum Antrag auf Errichtung und Betrieb von zwei Hühnermastställen für insgesamt 84.000 Tiere in Wienhausen-Bockelskamp wurde durch einen Eklat unterbrochen.
Wie kam es zu diesem Zwischenfall?
Auffallend war beim Betreten des Landkreis-Gebäudes die Präsenz von ca. 20 Polizeibeamten.
Viele der anwesenden Einwender waren schon von Beginn der Veranstaltung an über die Verhandlungsführung des Veranstaltungsleiters Gerald Höhl, u.a. zuständiger Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, Bauen und Kreisentwicklung und des Amtes für Umwelt und ländlichen Raum, mehr als erstaunt.
Entweder wurden von ihm die gestellten Fragen nicht zugelassen oder er wies die direkt angesprochenen Fach-/Sachverständigen an, diese Fragen nicht zu beantworten.
Als einige junge, engagierte, friedliche Zuhörer gegen die Verhandlungsführung protestierten und auf die über die Maststallgrenzen hinausgehenden Wechselwirkungen hinwiesen, bekamen sie zunächst Redeverbot. Die Stimmung im Saal wurde daraufhin natürlich etwas impulsiver.
Anstatt durch Deeskalation zu einer Beruhigung beizutragen um zu einem geordneten Sitzungsverlauf zurückzukehren, ließ Herr Höhl die anwesenden jungen Leute unter Polizei-Einsatz aus dem Raum führen.
Herr Höhl hat sich völlig im Rahmen des Gesetzes bewegt, aber leider völlig an den jungen Menschen vorbei. Seine Verhandlungsführung wurde von vielen Anwesenden daher auch als suboptimal bewertet.
Wenn zum Beispiel das im Grundgesetz garantierte Recht auf Unversehrtheit so ausgehöhlt wird, dass es nicht mehr den Schutz der Menschen garantieren kann, ist es kein Wunder, dass sich Widerstand regt.
Andernorts wird dieses Verhalten als Zivilcourage gelobt, hier wurde es mit Polizeieinsatz geahndet.
Wenn Menschen das Gefühl bekommen, nicht ernst genommen zu werden und sie ihre Bedenken und Zweifel nicht äußern dürfen, ist das kein gutes Signal für die Zukunft und ein ganz schlechtes an junge, engagierte Bürger!

Mehrere Einwender haben den Vorfall zum Anlass genommen, den Erörterungstermin ebenfalls spontan zu verlassen.

Demo „Wir haben es satt“:
23000 Menschen verlangen von Merkel Neuausrichtung der Agrarpolitik

Berlin, 21.01.2012 | 23000 Menschen haben heute in Berlin gegen Lebensmittelskandale, Gentechnik im Essen und Tierquälerei in Megaställen und für eine bäuerliche ökologische Zukunftslandwirtschaft demonstriert. VerbraucherInnen, Umwelt- und TierschützerInnen, ImkerInnen, Bäuerinnen und Bauern sowie entwicklungspolitische Gruppen zogen unter dem Motto „Wir haben es satt! – Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ zum Kanzleramt und verlangten von Bundeskanzlerin Merkel eine Neuausrichtung der Landwirtschaftspolitik. Die Veranstalter werfen der Bundesregierung vor, bei der Reform der EU-Agrarpolitik bislang Steigbügelhalter für die Agrarindustrie zu sein, statt die Forderungen der Zivilgesellschaft durchzusetzen. Die Agrarzahlungen müssten an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt und für Großbetriebe gedeckelt werden. Sämtliche Subventionen für den Agrarexport seien zu stoppen. Zu der Demonstration hatte ein Bündnis aus über 90 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier-, Verbraucherschutz und Entwicklungszusammenarbeit aufgerufen (Quelle: Wir-haben-es-satt.de).

In Berlin dabei waren auch die Bürgerinitiativen Wietze, Lachendorf und Flotwedel. Mit zwei Reisebussen hatten sie sich trotz des widrigen Wetters auf den Weg zum Kanzleramt gemacht. In der Menge waren die Flotwedeler Mitstreiter durch die neuen "Ortsschilder" gut auszumachen, die bei dieser Gelegenheit zu ihrem ersten Einsatz kamen. In der Halle des Berliner Hauptbahnhofs waren sie nach mehr als zwei Stunden Protest bei Regen und Schnee frische Farbtupfer und sorgten kurzfristig für eine unübersehbare Präsenz der BI in der Regierungshauptstadt.


Nachlese: Offener Brief der BI Flotwedel an Frau Aigner

Infostand auf dem Weihnachtsmarkt

Die Bürgerinitiativen Wietze und Flotwedel hatten die Eingänge zum Weihnachtsmarkt auf dem Findelhof in Bockelskamp unter ihrer Kontrolle. Bei Kerzenschein und Selbstgebachenem ergaben sich in den zwei Tagen viele positive Gespräche über die Problematik der Massentierhaltung. Diesmal wurde deutlich, dass viele Sympathien für die Ziele der BIs in der Bevölkerung vorhanden sind. Mit einem Vorabdruck des Bürgerbriefes für Januar 2012 wurden aktuelle Informationen an die Besucher weitergegeben. Außerdem konnte die Standbesatzung ganz unmittelbar für die Berlin-Demo am 21. Januar werben.

Zweiter Offener Brief an den Lebensmitteleinzelhandel

An die Unternehmen des Deutschen LEH:
Aldi Nord; Aldi Süd; Bartels-Langness; Bünting; Citti;
Edeka-Zentrale; Edeka Nord, Minden, Rhein-Ruhr,
Südwest, Nordbayern, Südbayern; Globus; Kaisers/Tengelmann;
Kaufland; Lidl; Markant; Metro Group; Netto Markendiscount;
Netto Supermarkt; Norma, NP-Niedrigpreis; Penny; PHD; Plus;
Real; Rewe Group; Schwarz Stiftung; Tegut Gutberlet Stiftung & CO; Tengelmann

Flotwedel, 29. November 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
auf unseren offenen Brief vom 17. Oktober 2011 haben wir von vielen Handelsunternehmen eine Antwort erhalten, für die wir uns recht herzlich bedanken. Leider haben die großen Discountunternehmen Aldi (Nord und Süd) und Lidl einen Dialog mit uns verweigert.
Die Auswertung der Antworten zeigt deutlich, wie unterschiedlich die einzelnen Unternehmen auf die von uns angesprochenen Themen reagieren. mehr

Dritter Infostand vor SVG-Spiel

Bereits zum dritten Mal hat die Bürgerinitiative mit einem Infostand auf die Verbindung von Schlachthof und Hühnermast hingewiesen. Einige Besucher des SVG-Spiels sind der Kernbesatzung des Standes schon gut bekannt, denn sie erregen jedes Mal mit wirklich markigen Sprüchen und Beschimpfungen Aufsehen. Andererseits zeigten die vielen positive Reaktionen, dass nicht jeder bereit ist, sich seine eigene Meinung abkaufen zu lassen. Und obwohl der Stand mit 4 Leuten nur sehr schwach besetzt war, konnten doch wieder einige Besucher für unser Thema interessiert werden. Der Rothkötter-Manager, der mit grimmigem Blick an unserem Stand vorbeiging, verweigerte (unverständlicher Weise) wieder einmal die Annahme unseres informativen Flyers! Es hat sich auch diesmal gelohnt, dass die BI Flagge gezeigt hat.

Nordburger Laternenumzug

Eindrucksvoll mit über Einhundert Teilnehmern gestaltete sich am vergangenen Samstag der Nordburger Laternenumzug. Nachdem auf Druck der Hühnermast-Befürworter die Verwaltung der Samtgemeinde Flotwedel den Einsatz der freiwilligen Feuerwehr Langlingen für diese Veranstaltung untersagt hatte, wurde der Umzug durch ein Einsatzfahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes gesichert.
Mit selbst gebastelten Laternen und mit Fackeln zogen Kinder und Erwachsene, begleitet von Akkordeon und Teufelsgeige durch den Ort. Die am Umzug teilnehmende Bürgerinitiative Flotwedel - für einen respektvollen Umgang mit Nutztieren wies mit Spruchbändern und Plakaten auf die Gefahren der Massentierhaltung hin und unterstrich damit die Forderung der durch den Bau von Hühnermastställen im Flotwedel betroffenen Bürger nach einer gesunden, lebenswerten Zukunft für sich und ihre Kinder.
Auf dem Rückweg wurde vor dem Hof der Familie Santelmann ein offener Brief verlesen, der ebenfalls die Befürchtungen und Sorgen der betroffenen Bürger zum Inhalt hatte. Anschließend ging es zurück auf den Hof der Familie Schmidt, wo bei einem gemütlichen Beisammensein mit interessanten, anregenden Gesprächen die Veranstaltung ihren Abschluss fand.
An dieser Stelle danken die Veranstalter ganz herzlich den Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes aus Langlingen für ihre freiwillige Unterstützung!

Zweiter Infostand vor SVG-Spiel

Die milden Temperaturen und völlige Windstille nach einem sonnigen Herbsttag waren ideale Bedingungen für den zweiten Infostand vor der HBG-Halle anlässlich eines SVG-Spiels. Der einsetzenden Dunkelheit begegneten rund ein Dutzend BI ler, die diesmal personell durch die Bürgerinitiative Wietze unterstützt wurden, mit dem Schein vieler Laternen und Windlichter. Vielleicht war diese heimelige Stimmung der Grund für die häufigen wohlwollenden Reaktionen der Sportfans. In manchen Gesprächen konnten die Aktiven offene Zustimmung oder zumindest eine wachsende Nachdenklichkeit der Besucher registrieren. Vermutlich hat dazu auch die Veröffentlichung neuer Untersuchungsergebnisse zum Antibiotikaeinsatz in der Geflügelmast beigetragen, die gerade an diesem Tag Schlagzeilen für die Boulevardpresse lieferte.

Was tun gegen Tierfabriken? - Fachgespräch im Landtag

Auf Einladung der Fraktion Bündnis 90-Die Grünen nahmen Mitglieder der Bürgerinitiative Flotwedel am 27.10. an einem Fachgespräch zum Thema "Was tun gegen Tierfabriken?" teil. Auf der Tagesordnung der Veranstaltung, die von MdL Christian Meyer organisiert worden war, standen rechtliche Fragen des Widerstandes gegen Tierfabriken im Vordergrund. Dazu gaben Rechtsanwälte, Verwaltungsfachleute und Politiker wichtige Hinweise an das Plenum. Zuvor hatten jedoch die mehr als hundert Vertrteter der Bürgerinitiativen aus ganz Niedersachsen Gelegenheit zu einem kurzen Erfahrungsaustausch.

Infostand der BI vor dem Spiel des SVG

Einen angespannten und nervösen Eindruck machten die Aufpasser von Herrn Rothkötter angesichts unseres Standes vor dem Spiel des SVG gegen Leverkusen am 10. September. Mit mehreren großen Bannern und unseren gelben T-Shirts gelang es uns doch immer wieder, Besucher des Spiels auf das Thema Hähnchenmastställe im Flotwedel aufmerksam zu machen. Dabei erlebten die BIler von offener Unterstützung bis hin zu üblen Beschimpfungen sehr widersprüchliche Reaktionen. Offenbar ist man auch bei den Fans der Handballmannschaft nicht ungeteilt für das Sponoring durch den Schlachthofbetreiber. Und nun kann auch niemand mehr behaupten, der Widerstand gegen die Ställe sei von außen gesteuert und vor Ort sei man mit den Ställen einverstanden.

Keine Qualmast in der Klostergemeinde

Am 18.8.2011 traf sich die
Bürgerinitiative Flotwedel mit Unterstützung der BI Wietze vor dem Kloster Wienhausen, um die Einweihung des Ortes als sogenannte Klostergemeinde mit friedlichem Protest zu begleiten. Diese Aktion konnte als Mahnwache Gäste und Teilnehmer des Festaktes auf den bürgerlichen Widerstand gegen die Mastanlagen aufmerksam machen.
Politische Vertreter aus der Samtgemeinde wie der Samtgemeindedirektor Pohndorf, als Vertreter der SPD Rolf Meyer, der niedersächsische Innenminister Schünemann und Vertreter der Klosterkammer wurden persönlich angesprochen.
Sogar der zufällig als Tourist anwesende Bundestagspräsident Thierse konnte mit Info-Material durch Vertreter der Bi Flotwedel versorgt werden.


Politikgespräch "Landwirtschaft im 21. Jahrhundert"

Die Bürgerinitiative Flotwedel für einen respektvollen Umgang mit Nutztieren hat am Dienstag, den 09.08.2011 zu einem Politikgespräch mit Vertretern der SPD eingeladen. Die Bürgerinitiative hat es sich zur Aufgabe gemacht mit Bürgern, Bauern und Politikern über das Thema Landwirtschaft ins Gespräch zu kommen und so ihre Zukunft mit zu gestalten. Die SPD ist die erste Partei, die der Einladung der Bürgerinitiative gefolgt ist. An einem sehr interessanten und auch informativen Abend im Dorfgemeinschaftshaus Nienhof diskutierten ca. 30 BI-Mitglieder in einen offenen Dialog über die Zukunft der Landwirtschaft mit folgende Vertretern der SPD:
Rolf Meyer, MdL, Energiepol. Sprecher u. stellv. Vors. SPD-Arbeitskreis Landwirtschaft
Klaus-Jürgen Schaper, Mitglied des Kreistages u. des Samtgemeinderates
Wilfried Schrader, Mitglied des Gemeinderates Eicklingen
Mareile Müller-Krieg, Mitglied der SPD u. der BI
Die politische und gesellschaftliche Diskussion der letzten Wochen und Monate um die Schlachtfabrik in Wietze und die geplanten Hähnchenmastställe im Flotwedel haben gezeigt, dass die Frage, wie die Landwirtschaft in unserer Heimat in Zukunft aussehen soll, sehr viele Menschen bewegt. Die SPD hat ihre Einschätzungen und Standpunkte zu diesem Thema in der Diskussion mit den Mitgliedern der BI deutlich gemacht. Demnach ist davon auszugehen, dass das Sterben der Höfe im bisherigen Umfang von 3% pro Jahr weitergehen wird. Nur die Landwirte, die sich dem Markt anpassen, werden langfristig überleben.
Die SPD will sich jedoch bei der Gestaltung der Landwirtschaft dafür einsetzen, dass der Anteil an landwirtschaftlichen Bio-Produkten erhöht wird, z.B. durch eine Erhöhung der Prämien in der Umstellungsphase zum Biobetrieb. Rolf Meyer sagte dazu: " Es ist schon verrückt, dass die Landwirtschaft in bestimmten Produktionsweisen ökologische Probleme verursacht und wir andererseits nicht in der Lage sind, die Nachfrage nach Bioprodukten in Deutschland durch die eigene Landwirtschaft zu decken. Daher müssen Bioprodukte sogar importiert werden." Auf der anderen Seite geht die SPD nicht davon aus, dass es in Zukunft eine 100-prozentige Biolandwirtschaft in Deutschland geben wird, da die damit verbundenen höheren Lebensmittelpreise am Markt nicht durchsetzbar sind.
Angesprochen auf den § 1 des Tierschutzgesetzes sagte Meyer, dass nach seiner Auffassung die dort festgeschriebene Forderung, Tieren keine grundlosen Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen, in der Massentierhaltung nicht eingehalten wird. Allerdings wird seine Auffassung nicht von den Gerichten und Staatsanwälten geteilt. Die SPD ist der Ansicht, dass eine juristische Auseinandersetzung nicht die politischen Lösungen ersetzen kann. "Der vom Niedersächsischen Landwirtschaftsminister vorgelegte Stufenplan für die Verbesserung der Haltungsbedingungen für Nutztiere ist aufgrund der langen Übergangsfristen eher ein Verhinderungsplan für die dringend notwendigen Verbesserungen im Tierschutz.", so Meyer weiter. So sieht er es als kurzfristig umsetzbar an, dass die Besatzdichte in Hähnchenmastställen "vom geltende Wert 39 kg/m² auf 25 kg/m² gesenkt werden kann und die Tier artgerecht in sozialverträgliche Gruppengrößen aufgeteilt werden". Dies kann jedoch nicht ohne eine finanzielle Abfederung für die betroffenen Landwirte geschehen. Grundsätzlich müssen bei allen Veränderungen die wirtschaftlichen Folgen für die Landwirte und für die sogenannten nachgelagerten Betriebe, wie z.B. Hersteller und Werkstätten von landwirtschaftlichen Geräten, Futtermittelhersteller und andere Zulieferer bedacht werden.
Die Gefährdung der Menschen durch Bioaerosole, Ammoniak und multiresistente Keime sieht die SPD als gegeben und auch als wissenschaftlich bewiesen an, obwohl die Befürworter der Massentierhaltung dies nachdrücklich bestreiten. Diese Probleme können durch den Einsatz von Filteranlagen in den Ställen und bei den Transporten verringert werden, was jedoch durch die Agrarlobby bisher verhindert werden konnten. Die SPD wird sich trotzdem für den verpflichtenden Einbau von Filtersystemen in Mastställen einsetzen.
Auch die Entwicklung in der Energieversorgung sieht die SPD kritisch. Rolf Meyer sagte dazu: "Ich habe nichts Grundsätzliches gegen Biogasanlagen, aber es muss verhindert werden, dass dadurch im unzumutbaren Maß Monokulturen entstehen. Für den Landkreis Celle sehe ich die Belastungsgrenze im Bereich der Biomasseenergie als erreicht an."
Hinsichtlich der geplanten Hähnchenmastställe sieht die SPD derzeit keine gravierenden Auswirkungen auf den Tourismus im Flotwedel. Die Übernachtungszahlen sind relativ gering, denn die meisten Menschen kommen als Tagestouristen z.B. nach Wienhausen zum Kloster. Er glaubt außerdem nicht, dass der Schlachthof in Wietze seine maximale Produktionskapazität wird erreichen können.
Insgesamt führt die gesellschaftliche und politische Diskussion gerade zum Umdenken in der Landwirtschaftspolitik. Aber damit sich in der Politik etwas bewegt, bedarf es dem politischen Druck aus der Bevölkerung. Daher begrüßt er das zunehmende Engagement der mittlerweile zahlreichen Bürgerinitiativen.
Abschließend sieht Rolf Meyer die Zukunft der Landwirtschaft auch weiterhin schwierig, da unter dem Druck der WHO sich kaum ein Land dem globalen Wettbewerb entziehen kann. Gerade Deutschland als Exportnation opfert hier seit Jahren die Gestaltung einer nachhaltigen Landwirtschaft zugunsten des Industriestandorts. Trotzdem sieht er den bäuerlichen Familienbetrieb mit 100ha Fläche als sinnvoll und zukunftsfähig an.
Die Bürgerinitiative mahnte die Volksvertreter an ihren Einfluss auf allen Ebene, ob Kommune, Bund, EU oder WHO, geltend zu machen und die Strukturen so nachhaltig zu gestalten, dass derartige Familienbetriebe auch noch am Ende des 21. Jahrhunderts unsere Kulturlandschaft bestimmen können. Gelingt dies nicht, werden unweigerlich nur einige wenige Agrarkonzerne mit 100.000ha Fläche und 50.000 Schweinen pro Stall übrig bleiben, in denen Pflanzen und Tiere beliebig nach wirtschaftlichen Belangen designt werden.


Infostand der BI auf der FlotArt

Am 25.6.2011 war die BI Flotwedel beim Kunstfest FlotArt auf dem Hof Drei Eichen in Bröckel vertreten, um Besucher über die Mastställe zu informieren. Wie bei den vorherigen Infoständen sympathisierte die überwiegende Mehrheit der angesprochenen Bürger mit den Zielen der BI.

Landesbischof Ralf Meister kritisiert Schlachthof in Wietze

Bei seinem Antrittsbesuch im Kirchenkreis Celle nahm der Landesbischof Meister auch zum Geflügelschlachthof in Wietze Stellung:
"Ich bin überrascht über die Dimension, um die es dabei geht", sagte er. Die rein industrielle Vermarktung von Geschöpfen dürfe keine Option menschlichen Handelns sein. In Wietze soll der größte Geflügelschlachtbetrieb Niedersachsens entstehen. Dem Vernehmen nach sollen dort jährlich bis zu 134 Millionen Tiere geschlachtet werden. Meister hält es für bedenklich, wenn man bei der Nutztierhaltung "Größenordnungen erreicht, wo die Mitgeschöpflichkeit leidet, weil es der achtsame Umgang mit dem Subjekt Tier nicht mehr zulässt." Seine Kritik will der Landesbischof als Mahnung an die Landwirtschaft und die Verbraucher verstanden wissen. Dass das Konsumentenverhalten einen Wandel bei der Tierhaltung bewirken kann, machte Meister an dem Verbot der konventionellen Käfighaltung von Legehennen deutlich. "Da hat sich etwas entwickelt, was ich außerordentlich begrüße." Auf diesem Weg müsse man weitergehen. Grundsätzlich lehnt Meister die Nutztierhaltung nicht ab. "Es ist eine Frage der Größenordnung." Quelle: Cellesche Zeitung von 25.5.2011

Pressemitteilung zur Podiumsdiskussion am
20.04.2011


Die Bürgerinitiative Flotwedel für einen respektvollen Umgang mit Nutztieren hat am Mittwoch, den 20.04.2011 zu einer Podiumsdiskussion zum Thema Massentierhaltung im Flotwedel geladen, zu der ca. 200 Menschen gekommen sind. Die Diskussion mit Fachleuten und Landtagsabgeordneten fand im Braugasthaus Mühlengrund in Wienhausen statt. Auf dem Podium waren vertreten:
Rolf Meyer, MdL (SPD), Christian Meyer, MdL (Bündnis 90/Die Grünen), Eckehard Niemann, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft, Dr. Hans Peter Ammann, Arzt und medizinischer Berater der BI Billerbeck, Thorsten Müller, Sprecher der BI Flotwedel.
Die Diskussionsleitung übernahm der Pastor der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wienhausen Jochen Grön.

Die Veranstalter hatten sich zum Ziel gesetzt, einerseits über die geplanten Stallbauten zur Hähnchenmast im Flotwedel zu informieren und andererseits eine offene Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern der Samtgemeinde zu ermöglichen. Ausgangspunkt dafür waren die Planungen ortsansässiger Landwirte, sieben neue Hähnchenmastställe mit insgesamt 287.000 Plätzen im Flotwedel zu errichten. In diesen Ställen werden auf einem Quadratmeter bis zu 24 Tiere gehalten. Die hohe Besatzdichte und die Tatsache, dass die Ställe während eines Mastdurchgangs nicht ausgemistet werden, führen zu Erkrankungen bei den Tieren und zu einem hohen Antibiotikaeinsatz.


Als Einleitung hielt Dr. Ammann einen Kurzvortrag über die Gefahren für den Menschen aus der Massentierhaltung durch Bioaerosole und multiresistente Keime. Anschließend kam eine angeregte Diskussion auf dem Podium zu den Auswirkungen der Mast auf Mensch, Tier und Natur zustande. Christian Meyer sagte: „Wir Grüne lehnen Tierfabriken klar ab und wollen eine art- und umweltgerechte Landwirtschaft fördern. Für den Schlachthof in Wietze fließen insgesamt 6,5 Millionen Euro Subventionen, die z.B. für die Versorgung der Schulen mit Obst, auch als Unterstützung für die Landwirtschaft, viel sinnvoller eingesetzt werden könnten."

Rolf Meyer forderte: „Die Emslandisierung des Landkreises Celle muss verhindert werden. Das bedeutet, dass für die Erteilung von Baugenehmigungen nicht Einzelfallprüfungen sondern die Prüfung der Gesamtbelastung für die Region zugrunde gelegt werden müssen.“

Jochen Grön lenkte die Aufmerksamkeit auch auf die Sicht der Landwirte, die mit der Tierhaltung ihren Lebensunterhalt verdienen. Eckehard Niemann machte deutlich: Der Gewinn der von den Geflügelkonzernen total abhängigen Vertragsmäster liegt bei 5 Cent für ein Masthuhn. Somit kommt ein Mäster auf einen Gewinn von maximal 15.000,- € pro Stall, was aber auch bisher nur 25% der Mäster erreichen. Derzeit bricht der Markt unter einer massiven Bauwelle und Überproduktion zusammen, so dass auf Jahre hinaus kaum ein Mäster noch positive Zahlen schreiben wird.“

Im Bezug auf das Verhältnis zu den Landwirten stellte Thorsten Müller klar: „Die Landwirte sind nicht unsere Gegner. Vielmehr wären die engagierten Bürger aus der BI die besten Kunden für die Landwirte, wenn diese artgerecht und umweltverträglich produzierte Lebensmittel aus der Region anbieten würden.“ Deshalb möchte Müller mit den Mästern im Gespräch bleiben, um nach gemeinsamen Lösungsansätzen zu suchen.

Auf dem Podium herrschte Einigkeit darüber, dass die Landwirte die Möglichkeit erhalten müssen, gesunde und hochwertige Produkte aus einer art- und umweltgerechten Tierhaltung zu auskömmlichen Preisen am Markt absetzen zu können. Dies ist jedoch nur gegeben, wenn die Einzelhandelskonzerne ihre Preispolitik und die Verbraucher ihr Einkaufsverhalten ändern. Die Bevölkerung kann sich einerseits nicht beschweren, dass Tiere nicht artgerecht gehalten werden, wenn sie andererseits Fleisch in großen Mengen zu Dumpingpreisen konsumiert.

Dr. Ammann wies in diesem Zusammenhang darauf hin, „dass der hohe Fleischkonsum in Deutschland die Hauptursache für die zahlreichen Herz-Kreislauferkrankungen ist, die im Gesundheitswesen jährliche Kosten von 35 Milliarden Euro verursachen.“

Als Ergebnis des Abends konnte zusammengefasst werde, dass das Thema der Massentierhaltung als gesellschaftliches Problem erkannt und weiter diskutiert werden muss. Daraus leitet sich die Forderung an die Politik ab, die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen zur Förderung der industriellen Landwirtschaft zu ändern und sich für mehr Schutz von Mensch, Tier und Natur bei der Lebensmittelproduktion stark zu machen.

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